Autogas

Was ist eigentlich Autogas?

Autogas (LPG – Liquified Petroleum Gas) ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das bei der Rohölgewinnung anfällt und sich unter relativ geringem Druck verflüssigt. Dadurch wird das gasförmige Volumen auf ein Vielfaches reduziert und ist somit sehr gut transport und lagerfähig. Autogas zeichnet sich durch einen sehr hohen Energiegehalt aus und verbrennt dabei relativ schadstoffarm. Autogas ist somit ein Flüssiggas, welches für den Antrieb von Verbrennungsmotoren eingesetzt wird und als Kraftstoff qualitativ ebenso gut geeigent ist wie Benzin oder Diesel.

Ist Gas im Auto gefährlich?

Diese oft gestellte Frage beantwortet sich relativ leicht: Autogas ist nicht gefährlicher als Benzin. Der Tank besteht aus 3,5 mm starkem Stahlblech. Umfangreiche Sicherheitseinrichtungen, z.B. ein Sicherheitsventil und ein automatisch arbeitender Befüllstopp am Autogastank sorgen dafür, dass sich in der Autogasanlage kein unzulässiger Druck aufbauen kann. Ferngesteuerte Absperrarmaturen, Rückschlag- und Rohrbruchventile verhindern zuverlässig ungewollten Gasaustritt.

Autogastank, Verschraubungen und Sicherheitseinrichtungen gewährleisten selbst bei einem Unfall oder bei Brand einen größtmöglichen Sicherheitsstandard. Autogas-Tankstellen dürfen sogar in Wasserschutzgebieten aufgestellt werden, da Flüssiggas ungiftig ist. Selbst beim Tankvorgang gibt es keine umweltschädigenden Gase die austreten könnten, denn es wird über ein geschlossenes System betankt. Der Tankvorgang selbst ist ähnlich wie bei Benzin zu handhaben und dauert etwa die gleiche Zeit. Da Flüssiggas unter Druck sein Volumen auf 1/260 reduziert, hat man im Tank nur einen Druck von etwa 8 bar, bei Erdgasfahrzeugen dagegen mehr als 200 bar.

Welche Autos sind umrüstbar?

Fast alle Benzinmotoren (einzige Ausnahme: Benzinmotoren mit Direkteinspritzung) können auf den Betrieb mit Autogas umgerüstet werden, das Fahren mit Benzin bleibt dabei weiterhin uneingeschränkt möglich. Als Bedienelement im Cockpit hat man lediglich einen Wippschalter, um wahlweise auf Autogas- oder Benzinbetrieb umzustellen, also von der Bedienung her auch für die technisch weniger bewanderten Fahrer kein Problem. Die Größe und Form des Tankes können vom Nutzer bestimmt werden. Die elegante Variante ist die, einen passenden Tank für Ihr Fahrzeug in der Ersatzradmulde, ganz gleich, ob im oder unter dem Fahrzeug anzubringen. Dabei müssen Sie nicht auf Ihren Kofferraum verzichten.

Autogas für eine saubere Umwelt?

Flüssiggasfahrer leisten einen bedeutenden Beitrag zur Schonung unserer Umwelt. Es werden bis zu 80% weniger Schadstoffe an die Umwelt abgegeben als bei Benzin- oder Dieselbetrieb.

Der Ausstoß gesundheitsschädlicher Abgasbestandteile wie Benzol, Aldehyde und polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) wird deutlich herabgesetzt. Autogas verbrennt nahezu rückstandsfrei und schont so Motor und Umwelt. Bei Smogalarm gilt für Autogasbetrieb kein Fahrverbot. Auch die Schadstoffe im Motorenöl sind wesentlich geringer.

Teilen

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.